Widerstand tut weh



Das Leben ist ständige Veränderung. Nix bleibt so wie es ist. Alles ändert sich - ständig.

ProBLEME entstehen, wenn wir innere Widerstände haben gegen das was ist. Wir hätten es gerne anders und stemmen uns gegen den ganz natürlichen Lauf
der Dinge. Wir wollen die Veränderung nicht die da draußen auf uns wartet.

Wir wollen unseren Job behalten.
Wir wollen unseren Partner behalten.
Wir wollen unsere Gesundheit behalten.
Wir wollen unsere Jugendlickeit behalten.
Wir wollen überhaupt die Kontrolle behalten.

Tja, wir können viel wollen. Aber meistens kommte es eben anders als wir uns das so schön ausgedacht haben. Und dann ..., ja dann haben wir Stress.

Dabei könnten wir auch ganz einfach entscheiden unseren Widerstand aufzugeben und das Leben so annehmen wie es nun einmal ist. So schlecht ist es nämlich gar nicht. Es ist einfach nur anders.

1 Kommentar:

  1. Ja den Schmerz kenne ich nur zu gut. Allerdings muss dafür auch die so "mühsam" errichtete Mauer der Sicherheit schwinden und führt mitunter in ganz schön dünnhäutige Phasen der Verletzbarkeit, die aber dann außhaltbar wird, wenn ich Gott vertraue. Ist aber die dicke Mauer ersteinmal weg oder wenigstens erstmal etwas kleiner, so kommt eine neue Stärke aus dem Inneren (Ja - es gibt sie wirklich!), die sich aber erst dann entwickeln kann, wenn Vertrauen vorherrscht und das Wissen, nicht tiefer fallen zu können, als in Gottes liebende Hand. Denn was anderes waren die Mauern vorher, als die sichtbare Überzeugung, die das Gegenteil aussagt: Angst vor dem freien Fall ins Nichts. Es tut so gut, Gott hinter allem zu wissen - das gibt auch mir die Traute zu sein was ich bin. Was nicht heißt, dass ich jetzt nichts mehr tun muss! Denn immerhin gibt es über Jahrzehnte aufgebaute - eher destruktive - Muster die gerne mal wieder greifen wollen. Jeden Tag darf ich dieses Vertrauen daher neu unter Beweiß stellen, darf meine vorherigen Muster erkennen, darf sie liebevoll umwandeln oder auflösen. Leider sorgen viele Versprechungen des Ego-(Eso)-Marktes für Verwirrung, die den Menschen versprechen - dann nichts mehr tun zu müssen (außer vielleicht sich gegenseitig ihre Heiligenscheine zu polieren). Schon so mancher Text den ich in diversen FB-Foren fand, ließen sich mir die Nackenhaare sträuben.... Dabei sagen diese oft sehr liebevollen Zeilen nicht einmal die Unwahrheit. Als inkarnierter Mensch der in Richtung Himmel schwebt, wird einem aber vor allem auch das Leid der Welt begegnen und gleichzeitig wird klar: nur wenn ich lebe was ich wirklich bin, kann Gott mich als sein Werkzeug dafür nutzen, dieses Leid der Welt ein klein wenig zu lindern und sei es nur durch meine Befreiung von der Bedienung destruktiver Muster. Es geht letztlich also um mehr, als nur um uns. Und dieser Gedanke hilft mir dabei am Ball zu bleiben, denn ich trage Verantwortung - ein Rückfall in alte destruktive Gewohnheiten OHNE erneuten Versuch der Selbstvergebung und des Weitergehens Richtung Gott, gleicht damit einem verantwortungslosem Handeln, was natürlich wieder viel Leid auf den Plan rufen wird, aber ja nur um daran zu erinnern, dass ich lieber das Leid der Welt betrachten sollte, um meine eigene Stärke anzufachen, anstatt im eigenen (oft selbst gemachten) Leid unterzugehen... Klingt jetzt etwas düster - deshalb noch etwas Ermutigendes: Wird der Weg des Herzens gegangen, also der Weg den Gott für mich vorgesehen hat, dann spüre ich oft eine tiefe Freude und Dankbarkeit - die mich weiter zur Liebe trägt. Zwar ist das kein Dauerzustand, aber immer mal wieder und unglaublich lohnenswert wahrgenommen zu werden! Denn dieses Gefühl ist echte Freiheit! Freiheit von äußeren Gegebenheiten, durch endlich tief sättigende Liebe, die ich mir nur selbst geben kann und die ich früher so verzweifelt vergeblich im Außen zu finden hoffte. Das beharrliche Glauben daran, dass wir nicht tiefer fallen können, als in Gottes liebende Hand ist jedoch zu Beginn der Mindesteinsatz, den wir uns Wert sein müssen. "Gehen wir einen Schritt auf Gott zu, kommt er uns tausend Schritte entgegen." (Ich weiß jetzt gar nicht wo dieses Zitat herstammt, aber es passt) Alles Liebe euch!

    AntwortenLöschen