Warum ich glaube, was ich glaube


Neulich fragte mich eine junge Frau warum ich an Gott glaube und was er für mich bedeutet. Sie könne nicht an so etwas glauben und hätte Gott auch noch nie erlebt.

Hmmm, das war Anfangs kein leichtes Gespräch. Ich versuche nämlich grundsätzlich nie jemanden von meinem Glauben zu überzeugen. Wenn ein Gespräch schon mit so einer Aussage beginnt, weiß ich eigentlich gar nicht was ich sagen soll.

Ich erfahre Gott einfach. Ich bin keine Theologin und ich klammere mich auch nicht an Bibelzitate, wenn jemand mit seinen Zweifeln zu mir kommt. Ich lebe mit Jesus, es ist für mich inzwischen ganz normal geworden. Ganz selbstverständlich. Aber ich weiß noch wie das war, als ich nicht glaubte. Als ich zweifelte. Als ich ganz genau zu wissen meinte was richtig und was falsch ist.

Heute bin ich da nicht mehr so sicher. Ich erkenne immer mehr, dass ich keine Ahnung habe. Ich stolper hier nur so rum und versuche einigermaßen anständig und gerade durchs Leben zu kommen. Mein Glaube ist meine ganz persönliche Sache. Es ist meine Entscheidung! Ob sie richtig war? Ich denke schon, aber wissen... ha, wissen werde ich es doch, wie alle anderen auch, erst am Ende, wenn die letzte Klappe gefallen ist.

Aber dennoch ist da etwas anders als früher!

Da ist dieses, fast unbeschreibliche Gefühl. Diese innere Gewissheit die zu mir spricht "Mimi, ICH bin da! Ich bin an deiner Seite! Du bist nicht alleine und ICH liebe dich! ICH liebe dich so wie du bist! ICH bin für dich da, wann immer du nach mir rufst werde ich da sein und dir zuhören. Und wenn du es willst, dann nimm meine Hand und lass dich ein Stück von mir führen!"

Ich kann dir auch nicht erklären wie das passiert ist, dass sich das so anders, so sicher anfühlt. Es war ein langsamer, schleichender Prozess. In kleinen Schritten hat sich etwas in mir verändert.

Ich weiß noch wie das war, als ich zum ersten Mal meinen inneren Widerstand gegen IHN aufgab und still in mir betete "Jesus komm in mein Herz und verändere mich von innen heraus! Heile du die Wunden in mir, die ich nicht heilen kann. Und lehre Du mich wie man wirklich liebt!"

Wie soll ich jemandem der nicht Glauben will, der Gottes Nähe noch nie bewusst in seinem Leben erfahren hat, dieses Gefühl vermitteln.

Ich schreibe diesen Blog und zeichne meine Cartoons, weil ich es dennoch  versuchen möchte. Ich will erzählen, noch mehr als bisher wie ich es erfahre. Ich will Zeugnis ablegen von all den Veränderungen in meinem Leben. Ich will zeigen, dass es auch anders geht. Das man Jesus folgen kann ohne die ganzen Dogmen, ohne all das "du musst und du darfst nicht".

Und vielleicht schreibe ich meine Zeilen heute nur für dich. Du, der/die du das gerade liest, vielleicht ist es genau der Moment in dem GOTT auch dir zuruft "He mein Kind, ich bin doch da! Ich bin doch auch für dich da! Nimm die Augenbinde ab und erkenne, dass ich immer da war. Die Dunkelheit durch die du gewandelt bist, war nicht real. Mach die Augen auf und erkenne mich in allem um dich herum. Ich bin doch in allem was du siehst und ich bin auch in dir! Denn es gibt keinen Ort an dem ICH nicht bin! Und es gibt keinen Ort, an den du gehen kannst wo ich nicht schon lange vor dir bin und auf dich warte!"

Aus eigener Erfahrung kann ich dir versichern, wenn du IHM die Türe öffnest und IHM erlaubst in dein Leben zu treten wird es beginnen! Es wird sich etwas verändern. Die Dunkelheit, die Angst, die Sorgen, die Zweifel, sie werden dahin schmelzen wie Eis in der Sonne. Aber es liegt immer nur an dir. Ohne deine Erlaubnis, wird er sich nicht einmischen. Denn das ist wohl das allergrößte Geschenk Gottes an uns, seine Kinder. Er schenkte uns den freien Willen. Wir dürfen immer wählen ob wir seine LIEBE annehmen wollen oder nicht!

Und so wie ER es mich lehrt, will auch ich nicht darüber urteilen für welchen Weg und welchen Glauben du dich entscheidest. Ich wünsche dir nur von ganzem Herzen, dass du SEINE LIEBE erfahren wirst. Denn ER wird nie aufhören dich zu LIEBEN und dir diese LIEBE immer bedingungslos anbieten.

Das glaube ich aus ganzem Herzen!

Liebe Grüße, deine Mimi







Kommentare:

  1. danke für diese inspirierende botschaft Mimi. Gott ist die Liebe für mich und ich entdecke immer mehr wieviel FREIHEIT darin liegt. Alles was ich tue um das zu begrenzen macht Gott kleiner , ich bin nur ein mensch, ich kann die dimensionen von Gott gar nicht fassen .... aber die unendlichkeit dieser Liebe enthält genau so viel unendliche freiheit für uns alle!

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  2. Ich danke dir vom ganzen Herzen, liebe Mimi - ich habe einen ähnlichen Weg zu Gott-Vater gefunden. Und ich spüre tagtäglich seine Nähe, seine Liebe und die Geborgenheit bei IHM. ER macht mein Herz groß.
    Ich habe in meinem Umfeld ein paar Menschen, die Gott über den Kopf, sprich Studium der Bibel, kennenglernt haben. Sie tun sich schwer damit, dieses WISSEN vom Kopf ins Herz wandern zu lassen. Aber sie glauben auch zu wissen, dass dies der einzig wahre Weg ist. Und immer wieder werde ich "verführt", in eine unendliche Diskussion einzusteigen. Es beginnt der Kampf des ICH-HABE-RECHT-SINN, der Ausstieg ist nicht einfach. Und weißt du was? Dieser Kampf strengt mich ziemlich an. Warum lasse ich mich darauf ein?
    Danke für deine wundervolle Arbeit!
    Birgit

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    1. Liebe Birgit,
      diese Gespräche kenne ich auch. Dieses "Ich hab mehr Recht, als wie Du!!!" ist so was von anstrengend. Und je schneller wir merken, dass da unser kleines Ego unbedingt mitreden will, desto eher können wir über uns selber lachen und haben wieder liebevolles Verständnis für das kleine Ego des anderen und natürlich auch für unser eigenes.
      Vielen Dank für deine Beiträge auf meinem Blog und überhaupt .... schön, dass es dich gibt.
      Liebe Grüße deine Mimi

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  3. Diesen Blogartikel kannte ich noch nicht. Habe gerade versucht mich zu erinnern wie das bei mir noch war im August 2013. Da war ich noch nicht so fest im Glauben. Sicher glaubte ich an Gott, aber an einen der irgendwo da draußen schon auf mich aufpasst. Seit ich Jesus näher an mich heran gelassen habe, ist Gott auch für mich greifbarer, konkreter und auch gefühlt nah. Manchmal habe ich sogar absoluten Frieden in meinem Herzen. Und überhaupt, fühle ich mich sicher im Glauben, einfach weil ich diese Liebe darin, so sehr brauche. Eine Liebe die mich ganz einschließt, die alle "Geheimnisse" sanft wegleuchtet und mich willkommen heißt. Vor 1 1/2 Jahren noch, war mein Leben viel anstrengender, weil ich versuchte mich im angelernten Wissen sicher zu fühlen, doch ohne darin wirklich Halt finden zu können. Ich hatte eigentlich nur Angst davor etwas falsch machen, falsch zu wählen. Wie ein Ping Pong Ball wechselte ich das Lager, wenn ein anderes mehr Sicherheit, mehr Logik bot. Das ist nun zum Glück vorbei. Ich bin frei. Manchmal falle ich zwar noch in alte Muster, aber das fällt mir inzwischen doch recht schnell auf und das tolle ist jetzt: ich muss mich nur daran erinnern, dass ich ja wählen kann - und wähle erneut Frieden. Und diesen Frieden finde ich im Vertrauen in Jesus und damit in Gott. Und jedes mal, wenn ich neu gewählt habe wächst scheinbar auch die Beziehung zu Jesus. Es ist für mich ein Prozess des Näherkommens. Nicht weil ER je weg gewesen wäre von mir, sondern weil - mit jeder neuen Entscheidung für IHN - wieder ein kleines Hindernis mehr zwischen Jesus und mir verschwindet, welches ich da irgendwann einmal aus Angst heraus hingestellt haben muss. Was kann da bleiben, außer Zuversicht und Freude auf mein Leben? Denn es wird immer besser werden! Und selbst wenn ich mit meinen "Gottvorstellungen" irren sollte: mein Leben hat mit Vertrauen in Gott mehr Freude und Liebe als ohne.

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