ZU-hören oder HIN-hören - da ist ein großer Unterschied















So oft haben wir gleich eine MEINung parat, wenn ein anderer uns von seinen Probleme erzählt. Wir hören gar nicht richtig hin!

Unser kleiner Fridolin (unser Ego) quatsch sofort los und präsentiert eine Lösung, dabei haben wir noch gar nicht mitbekommen worum es dem anderen wirklich geht.
Die Filter unserer Wahrnehmung verhindern, das wir wirklich hören was der andere sagt. Ein paar Schlagworte genügen und schon labert es in unserem Kopf los!

Das ist ein EGO-TRIP auf den wir alle immer wieder reinfallen!

Richtiges HIN-Hören braucht ein offenes Herz und einen stillen Geist.

Bilde dir nicht gleich eine MEINung. Lass nicht zu, dass dein Fridolin dir die Wahrnehmung trübt. Sei wirklich voll und ganz beim anderen. Stell lieber erst mal ein paar Fragen und entdecke wo die wirkliche Not sitzt die gewendet werden möchte.

Das wird dir nicht immer gelingen, aber sich selbst - und da nehme ich mich auch nicht aus - immer wieder daran zu erinnern kann ja nicht schaden.

Denn auch du möchtest ja mal, das ein anderer dich wirklich wahrnimmt und mit offenem Herzen ehrlich HIN-hört wenn du ihn brauchst.

Wir können das alle nicht oft genug üben! Wirkliches HIN-hören ist eine Fähigkeit die wir lernen können!

Wenn das nächste Mal ein Freund mit einem Problem zu dir kommt, beobachte doch mal wie du reagierst. Hast du gleich eine Meinung? Weißt du sofort was zu tun ist, was richtig und was falsch ist! Dann kannst du dir ziemlich sicher sein, dass du nicht HIN-GEHÖRT hast, sondern dass dein Ego (dein Fridolin) mal wieder das Zepter in der Hand hält und sein eigenes Ding macht.

Dann halt doch einfach mal die Klappe - öffne dein Herz und schick deinen Fridolin ins Körbchen!

 "Platz Fridolin! Platz und Ruhe jetzt! Ich will HIN-HÖREN was mein Freund wirklich sagen will! Ich will mein Herz ganz weit aufmachen und spüren wo die NOT wirklich sitzt die GEWENDET werden will! Da kann ich dich jetzt nicht brauchen! HIN-HÖREN ist eine Sache des Herzens und nicht des Verstandes!"



Kommentare:

  1. Das ist eine sehr gute Unterscheidung.
    Oft denken Menschen, sie müssten sofort eine Meinung haben und "erschlagen" den anderen dann mit ihren Ratschlägen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau Renate,
      denn ungebetene RatSchläge sind ja auch nur Schläge
      Vielen Dank für deinen Kommentar und Liebe Grüße
      Mimi

      Löschen
  2. Nach meiner Erfahrung wird das Problem mit dem kleinen Fridolin dann am Größten, wenn wir schon Vorurteile gegenüber der Person haben, der wir zuhören sollen. Da lohnt es sich, mal die eigenen Glaubenssätze zu überprüfen: "X sagt sowieso immer, dass er überfordert ist, dabei hat er ein so leichtes Leben" oder "Y kommt sowieso nur zu mir, um zu jammern".
    Ich finde es immer wieder überraschend, was unser Ego so alles über andere zu wissen glaubt. Wenn man es schafft, diese Glaubenssätze mal zu hinterfragen, kann man auch den Fridolin leichter zur Seite schubsen ;-)

    Liebe Grüße,
    Marie

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe von meinem Astrologie-Lehrer gelernt, dass Ratschläge auch Schläge sein können. Das hat mich sehr sensibilisiert für das Thema HInhören und auch Hinspüren. Find ich klasse, das das hier genau so zur Sprache kommt!

    AntwortenLöschen