Wie lange dauert es bis ich im Internet Erfolg habe?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt und deswegen plaudere ich heute mal aus dem Nähkästchen.

Mach dir dabei aber klar, dass ich nicht unbedingt als typisches Beispiel dienen kann, denn mein Weg durchs Internet war anfangs ziemlich ziel- und planlos. Trotzdem denke ich, dass mein Werdegang - vielleicht gerade wegen des holperigen Anfangs - dir verdeutlichen kann was im Internet alles möglich ist, wenn du treu und beständig arbeitest.


Am Anfang war YouTube

Nach eine mehrjährigen Auszeit von meiner Arbeit als Seminarleiterin im Bereich Persönlichkeitentwicklung, in der ich mich in Stille und Meditation versenkte, tauchte ich 2009 wieder in dieser Welt auf und brachte viele Ideen und Bilder aus meinem Herzen mit. Ich lernte Zeichnen und brachte meinen Cartoon-Figuren das Laufen bei und produzierte meine ersten Animationsvideos. Folglich fanden meine ersten Gehversuche im Internet bei YouTube statt, anfangs nur um Freunden und Kursteilnehmern meine kleinen Trickfilmchen zeigen zu können. Es dauerte über ein Jahr bis ich die ersten 100 Klicks auf meinem YouTube Kanal gesammelt hatte.

Heute, 6  Jahre später, haben über 1.600 Menschen meinen YouTube Kanal abonniert und wurden meine Videos fast 200.000 mal angesehen. Mein erfolgreichstes Video wurde schon ca. 53.000 mal angeklickt. Doch das ging nicht über Nacht, es war ein langer, langsamer Aufbau. Von den inzwischen 140 Videos gibt es Einige die richtig gut laufen, einen großen Teil der so im Mittelfeld mit 1000 bis 3000 Klicks liegt und der Rest schneckt so vor sich hin.

Besuche mich auf YouTube
Gibt es da Gesetzmäßigkeiten warum bestimmte Videos gut laufen und andere nicht?  Dazu gibt es viele Theorien, doch da ich weder Kinder, Katzen oder Fremdschäm-Videos zeige gelten diese für meinen Kanal eher nicht! So manches Video auf das ich ganz besonders stolz bin und von dem ich überzeugt war "Das ist so gut, das geht sicher ab wie eine Rakete" läuft nur ganz langsam und leise. Andere Videos, die ich mal schnell nebenbei gedreht habe, laufen plötzlich wie verrückt und verbreiten sich wie von selbst. Ich habe gelernt mich durch diese Ergebnisse nicht beeinflussen zu lassen und einfach immer mein Bestes zu geben und weiter zu machen. Mir macht diese Arbeit unglaublich viel Spaß und da ich mich, was die Themen angeht, sehr breit aufgestellt habe, wird mir meine Arbeit auch nie langweilig.

Und, bringt das was?

Finanziell lohnt sich ein YouTube Kanal in dieser Größe nicht. Geld verdienst du auf YouTube mit Werbung und da werden die Verdienste erst ab 10 - 20.000 Abonnenten interessant. Doch als Werbeplattform ist YouTube unendlich wertvoll. Es arbeitet 24 Stunden vollkommen kostenlos für mich und baut schon vor dem ersten persönlichen Kontakt Vertrauen auf. Auch die Tatsache, dass ich schon so lange und kontinuierlich Videos ins Netz stelle ist ein großes Plus.

Wenn du also gerade mit einem eigenen YouTube Kanal startest, mach dich nicht verrückt wenn du nicht gleich 1000 Klicks auf deine Videos erhältst. Ich musste meine Videos am Anfang ständig in den sozialen Netzwerken teilen, damit sie überhaupt gesehen wurden. Jetzt, seit ich die Grenze von 1.000 Abonnenten auf meinem Kanal überschritten habe läuft es fast von alleine. Ich veröffentliche jedoch immer noch sehr regelmäßig neue Videos.

Was ich hier auch noch erwähnen will sind meine Podcasts die ich bei Audioboom und auf meinem YouTube-Kanal veröffentliche. Auch Podcasts sind ein weiteres geniales Tool um sich Vertrauen und Bekanntheit im Internet auf zu bauen. (Mehr Infos zum Thema Podcasten findest du in meinem Artikel: "Podcasten für Anfänger")

Von nix ne Ahnung - aber ein Blog musste sein!

Fast gleichzeitig startete ich 2009 meinen ersten Blog, wiederum ohne genau zu wissen was ich da mache. Irgendwer hatte mir gesagt ich solle einen Blog machen um im Internet gesehen zu werden. Und so fing ich einfach an. Das war damals noch seeeehr mühsam und verwirrend, weil ich niemanden hatte den ich fragen konnte. Als ich dann in 2010 zu Blogger.com (Blogspot) wechselte wurde das schnell besser. Diese Plattform (von Google) benutze ich bis Heute und habe das nie bereut. Es gab Zeiten da habe ich sehr viel gebloggt und dann wieder lange Zeit gar nichts, weil ich gerade andere Internetbereiche eroberte. Heute pflege ich meinen Blog regelmäßig und veröffentliche in Prinzip mindestens einen  Artikel pro Woche.

Auch mein Blog lief nur sehr langsam an, die aktuellen 275.000 Klicks haben sich  kontinuierlich über die letzten 6 Jahre aufgebaut. Diese Zahlen sagen jedoch an sich gar nichts aus. Denn der Kochblog meiner Frau hat zum Beispiel in der Hälfte der Zeit, doppelt so viele Leser gewonnen. Kochen und Thermomix sind halt gerade der Renner im Netz. Und obwohl sie sich seit Juni eine Blog-Auszeit gönnt wird ihr Blog trotzdem jeden Tag zwischen 300 und 500 mal aufgerufen.

Das ist der echte Vorteil unserer Arbeit im Netz, denn auch ein Blog genauso wie YouTube arbeitet ab einem gewissen Zeitpunkt (Klickzahl) für dich, egal ob du etwas Neues veröffentlichst oder nicht.

Aber auch hier verdiene ich noch kein Geld. Bloggen, wenn man es nicht hauptberuflich betreibt bringt kaum etwas ein. Das bisschen Werbung, dass ich hier schalte mache ich nur damit ich einen kleinen Vorteil in den Suchmaschinen habe. Und genau das ist der eigentliche Grund diesen Blog zu betreiben. Wie meine Videos, erreiche ich durch meinen Blog viele neue Menschen und baue Vertrauen auf. Ich gebe viel, regelmäßig und zuverlässig. Mache mir ständig Gedanken, was meine Leser interessieren könnte, welche Fragen sie haben und wie ich mit dem was ich kann und weiß, anderen helfen kann.

Facebook & Co

Womit verdiene ich denn nun mein Geld fragst du dich jetzt vielleicht! - Warte, dazu komme ich gleich noch!

Denn da sind noch Facebook, Google+, Twitter, Instagram und Pinterest, die ich seit 2010 zum Teil täglich mit Informationen, Zeit und Liebe füttere. Anfangs war ich gar kein Freund von Facebook und auch heute gehe ich immer noch sehr bewusst damit um und überlege genau, was ich da posten will und was nicht. Inzwischen habe ich jedoch meinen Frieden mit Facebook gemacht, denn dort treffe ich so viele wunderbare Menschen die ich sonst nie kennengelernt hätte.

Aber auch meine Arbeit auf Facebook hat lange Zeit nicht einen Cent in die Kasse gespült!

Jetzt wird's richtig interessant ...

Also weiter zum nächsten Schritt auf meinem holperigen Weg durchs Internet: 2011 entdeckte ich die deutsche Webinarplattform Edudip und hielt dort mein erstes Webinar. Auch hier habe ich Anfangs keinen Plan gehabt, wie ich damit mal Geld verdienen könnte, denn zu dem Zeitpunkt war Edudip ganz neu auf dem Markt und wir Trainer haben dort fast alle unsere Webinare kostenlos angeboten. Ich konnte damals die Bedeutung von Webinare für den Aufbau meines Herzensprojekts noch gar nicht einschätzen und habe anfangs nur sehr unregelmäßig Webinare angeboten.

Doch ab 2014 begannen die verschiedenen Puzzlestückchen an ihren Platz zu fallen und ich konnte endlich das große Bild dahinter erkennen. Ohne es zu bewusst zu wollen war ich meinem Seelenplan gefolgt und ungeahnte Möglichkeiten taten sich plötzlich vor mir auf. Ich erkannte, dass es nun an der Zeit war einige wirklich wichtige Entscheidungen zu treffen:


  1. Ich verpflichtete mich innerlich jede Woche ein bis zwei Webinare zu halte und habe das fast eineinhalb Jahre konsequent durchgezogen. Im Moment mache ich das etwas reduziert (ein Webinar alle 2 Wochen) um Zeit für neue Projekte zu haben.
  2. Ich habe die Preise für meine Webinare. Coachings und Kurse Schritt für Schritt erhöht und dem Wert meiner Arbeit angepasst. Nach wie vor biete ich immer noch viel kostenlos an um Vertrauen aufzubauen, doch inzwischen fast ausschließlich über den  Mitgliederbereich auf meiner Webseite. Das beschert mir mehr Unabhängigkeit von Facebook & Co.
  3. Ich entschied mich endlich einen eigenen Newsletter herauszugeben und den oben erwähnten Mitgliederbereich einzurichten. Und damit kam dann endlich der wirtschaftliche Erfolg.


Zum Webinar >>>
Denn, das Geld liegt in der Liste, sagt man! Und das zu Recht! Ich weiß nicht warum, aber auch hier (wie zuvor schon bei bei YouTube) scheint die 1.000 Abonnenten-Grenze die Welle so richtig ins Laufen zu bringen. Die Buchungen meiner Produkte (Webinare, EinzelCoachings & jetzt auch Videokurse) steigt proportional zum Wachstum meiner Abonnenten-Liste! Wie ich in meinem letzten Artikel ja schon geschrieben habe, die Mühe einen eigenen Newsletter herauszubringen lohnt sich wirklich. Aber nur wenn du dauerhaft fleißig bist, ausdauernd und zuverlässig dranbleibst und deine Arbeit aus einem Gefühl der Fülle statt des Mangels machst.

Wie viel Arbeit steckt dahinter?

Ich arbeite in der Regel, 6 bis 8 Stunden täglich. Neben den Webinaren und ihrer Vorbereitung, gebe ich fast jeden Tag Einzelcoachings bei Edudip, zeichne neue Cartoons, nehme pro Woche ein bis 3 Videos oder Podcasts auf, schneide und bearbeite sie, pflege meine Webseite, schreibe Blogartikel, beantworte Mails und Fragen in den Sozialen Netzwerke, baue an meiner Mitgliederseite weiter und arbeite mit meinen Kurs-Teilnehmern in den verschiedenen  Supportgruppen bei Facebook. Hin und wieder nehme ich mir eine Luxusauszeit um wieder einen Zeichentrickfilm zu drehen. Das dauert oft ein paar Monate, aber die Filmchen sind was mein Herz wirklich zum Singen bringt.

Ich bin noch nicht soweit, dass ich die Füße hochlegen kann und das Internet alleine für mich arbeitet. In einigen Bereichen fängt es jedoch schon an ganz selbstständig zu laufen, andere dafür müssen noch ausgebaut und angeschoben werden.

Doch je länger man an so einer Arbeit dran bleibt, desto mehr beginnt die richtig große Welle sich aufzubauen, bis man irgendwann aufs Brett steigen und richtig surfen kann. Bis dahin heißt es paddeln, paddeln, paddeln und warten bis endlich die richtige Welle kommt.

Ich mache einfach weiter, weil es mir wirklich, wirklich Spaß macht. Und die ersten Früchte zeigen sich schon und dafür möchte ich mich bei meinen Fans und Kunden von Herzen bedanken!

Hoffentlich konnte ich dir mit meinem Artikel Mut machen, nicht zu früh aufzugeben. Die Pyramiden sind auch nicht mal eben so husch, husch über Nacht entstanden, dafür stehen sie auch heute noch. Gib dir, deinem Herzensprojekt und deiner Arbeit im Internet genug Zeit zu wachsen und zu reifen. Hab Geduld und zweifel nicht gleich an dir und deinem Herzensprojekt, wenn du nicht sofort ernten kannst.

Gut Ding will Weile haben und die meisten Menschen haben keinen Erfolg, weil sie zu früh die Flinte ins Korn werfen. Geh die "Extra Meile"! Es lohnt sich! Dann wirst auch du bald so einen Artikel für deine Leser schreiben und ihnen Mut machen!

Von Herzen alles Gute wünscht dir

deine Mimi






Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen